24 Juni 2008

Ein Waisenkind

Seine Mutter wurde Ende Mai Opfer eines Zusammenstoßes mit einem Auto. Nach einiger Zeit hörten Anwohner in der Nähe die jammernden Laute eines Rehkitzes. Mein Schwager, der dorthin gerufen wurde, stellte fest, dass es gerade geboren war. Er nahm es mit nach Hause, um es zu versorgen. Da er keinerlei Erfahrung mit der Pflege von Rehkitzen hatte, musste er sich erst einmal kundig machen. Viel erfuhr er übers Internet, aber auch neu geknüpfte persönliche Kontakte halfen weiter, so dass das kleine Findelkind, das den Namen Emma bekam, richtig versorgt werden konnte.
Nach 14 Tagen habe ich dann die ersten Bilder von Emma "geschossen"

Bambi - ein Findelkind

Bambi - ein Findelkind

Es hatte zu dem Zeitpunkt den Überlebenskampf geschafft. Wobei es am Anfang gar nicht danach aussah.

mmmm

vorne rein und hinten  wieder raus

Damit das große und kleine Geschäft funktioniert, leckt die Mutter an der entsprechenden Öffnung des Kitzes. Hier der Ersatz! Und es klappt auf Anhieb.

Jetzt, drei Wochen später, habe ich das Findelkind Emma wieder besucht. Sie hat sich toll entwickelt. Ist Fremden gegenüber aber immer noch sehr, sehr scheu. Folgt nur seiner Ersatztmutter, meinem Schwager. Lässt sich auch nur von ihm füttern. Hier die neuesten Aufnahmen.

Emma

Emma

Emma

Ja, was wird aus ihr, wenn sie "groß" ist Sie soll nach und nach ausgewildert werden. Dazu wird sie schon jetzt ab und zu auf Spaziergänge mitgenommen. Wenn sie größer ist geht es dann auch in den Wald. Eines Tages, so sagen Erfahrungen, wir sie dort bleiben und ihr eigenes Leben führen. Damit sie von Jägern (vielleicht sogar ihrer "Ziehmutter") nicht abgeschossen wird, erhält sie eine auffallende Ohrmarke.
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Kommentare:

  1. Hallo Wolfgang, schöne Fotos mal wieder. Und eine wundervolle Geschichte, das mit der Emma. Was wird mit ihr passieren wenn sie "groß" ist?
    Gruß aus NB

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  2. Die Fotos sind toll geworden, es freut mich, dass es klein Emma geschafft hat, mit Ziehmutter aufzuwachsen. Haben ja selbst nur mit Hasen erfahrung gesammelt und da sind ja leider drei Häschen nur bis zur sechsten Woche gekommen, aber die anderen Drei hopplen nun schon munter durch die Welt.
    Bin schon auf weitere Fotos gespannt.
    LG Manu

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  3. Wie schön! Und wie toll von Deinem Bruder, sich der kleinen Emma anzunehmen.Er bringt eine Riesenmenge Liebe und Geduld für das kleine Wesen auf. Ich bewundere solche Engagements sehr.
    LG, Birgit

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  4. Tolle Bilder und eine schône Geschichte. Hoffentlich kann Emma ein langes Leben führen.

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  5. Ja, ich finde die Geschichte auch sehr interessant, auch wenn der Ausgangspunkt nicht so schön war.
    Es wäre ganz toll, Wolfgang, wenn Du uns ab und an erzählst, wie es mit dem Reh-Kind weitergeht.
    Ich habe auch die Posts vom Fotomodel Karli und Neubrandenburg sehr genossen.
    Lieber Gruß vom Wurzerl

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